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Eiweiss – Gluthation – Aminosäuren

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Eiweiss – Gluthation – Aminosäuren

Aminosäuren übernehmen ein breites Spektrum an Funktionen im menschlichen Körper. Sie sind die Bausteine aller Proteine, die der Organismus zum Aufbau von Körpersubstanz benötigt, und die als Enzyme, Antikörper oder Transportproteine den Ablauf unserer Stoffwechselvorgänge regulieren. Zahlreiche Aminosäuren sind darüber hinaus Vorstufen von Neurotransmittern, Hormonen und weiterer lebenswichtiger Botenstoffe.
Zudem besitzen einige Aminosäuren antioxidative Eigenschaften, indem sie direkt als Radikalfänger dienen oder indem sie toxische Schwermetalle im Körper binden, die ihrerseits - wenn sie im freien Zustand vorliegen - zur Bildung von Radikalen führen können. Zu diesen Aminosäuren zählen v.a. Cystein und Histidin (
LINK Histamin). Auch Stoffwechselprodukte von Aminosäuren können als Antioxidantien wirken, so z.B. das aus Cystein gebildete Taurin und das aus Tryptophan synthetisierte Melatonin. Eine spezielle Rolle zur Begrenzung oxidativer Schäden spielt die essentielle Aminosäure Methionin. Methionin kann zum einen im Stoffwechsel in das Antioxidans Cystein umgewandelt werden, zum anderen ist die Aminosäure zur Reparatur oxidativ geschädigter Nukleinsäuren und Zellmembranen unentbehrlich.
Die wohl wichtigste körpereigene Verbindung zur Aufrechterhaltung des physiologischen Gleichgewichts zwischen freien Radikalen und Antioxidantien ist das Glutathion, das in allen lebenden Systemen in relativ hohen Konzentrationen enthalten ist. Glutathion ist ein Tripeptid aus den Aminosäuren Glycin, Glutaminsäure und Cystein. Es wurde 1888 in der Hefe entdeckt und 1935 in seiner Struktur aufgeklärt. Zahlreiche der positiven Hefewirkungen beruhen vermutlich auf ihrem Glutathiongehalt. Die Leber besitzt den höchsten Gehalt an Glutathion unter den Geweben. Die Aufgaben des Glutathions sind vielfältig. Es dient als Radikalfänger, schützt als Coenzym der Glutathionperoxidase die empfindlichen Zellmembranen vor oxidativer Zerstörung, ist an der Reparatur von Nukleinsäuren beteiligt und sorgt für die Entgiftung von Schadstoffen und Toxinen.
Doch nicht nur Aminosäuren und Glutathion, sondern auch zahlreiche Proteine sind in d. Lage, durch ihre antioxidativen Eigenschaften die Zellen und Gewebe des menschlichen Organismus vor den Angriffen freier Radikale zu schützen. Hierzu gehören v.a. die Albumine des Blutes und die antioxidativ wirksamen Enzyme Glutathionperoxidase, Superoxiddismutase und Katalase. Zudem gibt es spezielle körpereigene Proteine, die verhindern, dass freie, z.T. toxische Metalle im Organismus prooxidative Wirkungen entfalten bzw. zur Bildung von Radikalen führen. Eines dieser Proteine ist das Metallothionein. Als Komplexbildner hat es die Fähigkeit, sich mit Schwermetallen zu beladen und diese über die Nieren auszuscheiden.
Damit alle antioxidativ wirksamen Proteine in ausreichender Menge im Organismus gebildet werden können, aber auch damit genügend antioxidativ aktive Aminosäuren zur Verfügung stehen, muss die Nahrung adäquate Mengen an hochwertigem Eiweiss enthalten. Hochwertig bedeutet, dass das Eiweiß alle für den Menschen notwendigen Aminosäuren in optimaler Konzentration und einem ausgewogenen Verhältnis zueienander aufweist. Die höchste biologische Eiweiss-Wertigkeit besitzt ein Gemisch aus 36% Vollei und 64% Kartoffeln. Mit dieser Mischung kann der Organismus optimal mit Aminosäuren versorgt werden. Ein Mangel an Eiweiss und in der Folge an antioxidativ wirksamen Proteinen, Glutathion und Aminosäuren kann bei einseitiger Ernährung, im Alter und bei verschiedenen Erkrankungen (z.B.
chronische Darmerkrankungen LINK) auftreten.

 

 

 

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